Veiloom Veluna nodalis

Größe: 1.1–1.8 Meter
Gewicht: 4–8 Kilogram
Lebensdauer: 10–18 Atlasjahre
Diät: insectivore
Gruppen: gruppenlebend (Knäuel aus 4–30 Individuen)
Aktivität: crepuscular-nocturnal
Veiloom
Info
Beschreibung Der Veiloom (Veluna nodalis) ist ein langgestrecktes, felltragendes Reptil des Graslands. Trotz eines Körperdurchmessers von nur etwa zehn Zentimetern erreicht er Längen von über anderthalb Metern. Seine Anatomie erinnert entfernt an kleinere Verwandte des Kronvogts: Der Vorderkörper ist kräftig entwickelt, während der restliche Körper aus einer extrem flexiblen, muskulösen Schwanzstruktur besteht. Die Tiere besitzen nur zwei stark ausgeprägte Vordergliedmaßen, mit denen sie sich ruckartig durch dichtes Gras katapultieren.
Verwandtschaft Morphologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Veilooms entfernte Bodenverwandte der kronenbewohnenden Kronvogte sind. Beide Linien teilen die Reduktion der Hintergliedmaßen zugunsten eines dominanten Muskelkörpers sowie eine außergewöhnlich präzise Kontrolle über ihren verlängerten Schwanzkörper. Während Kronvogte langsame, kontrollierte Bewegungen in Baumkronen entwickelten, spezialisierte sich der Veiloom auf explosive Jagdsprünge zwischen Grashalmen.
Fortbewegung Veilooms bewegen sich nicht schlängelnd, sondern stoßartig springend. Mit ihren kräftigen Vordergliedmaßen katapultieren sie den Vorderkörper nach oben, während der restliche Körper in einer peitschenartigen Kurve nachgezogen wird. Die Sprünge erfolgen meist gezielt auf fliegende Beute außerhalb der direkten Deckung. Für kurze Momente schießt der gesamte Körper wie ein gespannter Schal aus dem Gras hervor, bevor das Tier wieder zwischen den Halmen verschwindet.
Fell und Tarnung Obwohl Veilooms reptilischen Ursprungs sind, tragen sie ein dichtes, extrem weiches Isolationsfell. Dieses entwickelte sich vermutlich als Anpassung an die kalten Nächte offener Grasflächen. Die unregelmäßigen Braun-, Grau- und Grüntöne brechen die Körperkontur zwischen vertrockneten Halmen und Schattenmustern effektiv auf. Besonders während ihrer zusammengerollten Ruhephasen sind Veilooms nahezu unsichtbar.
Blattensenken und Thermoregulation Veilooms verbringen die Nächte bevorzugt unter Blattensenken, wo Wind abgeschwächt und Wärme länger gespeichert wird. Ihre extreme Körperlänge erlaubt es ihnen, sich eng zusammenzurollen oder sich mit anderen Individuen zu verschlingen. Diese sogenannten 'Knäuel' reduzieren den Wärmeverlust erheblich und bilden lebende Wärmeknoten zwischen Wurzeln und Blattschatten.
Ernährung und Jagd Die Nahrung besteht überwiegend aus Trixy-Drohnen, springender Kleinstfauna und anderen flugfähigen Graslandorganismen. Veilooms verharren oft regungslos zwischen Halmen, bis sich Beute oberhalb der Grasdecke bewegt. Anschließend schnellen sie mit einem einzelnen explosiven Satz aus der Vegetation hervor und versuchen, die Beute direkt im Sprung zu greifen.
Verhalten gegenüber anderen Spezies Veilooms gelten als ungewöhnlich friedlich und neugierig. In bewohnten Regionen suchen manche Individuen aktiv die Nähe größerer Wesen, insbesondere während kalter Nächte. Domestizierte Tiere wickeln sich häufig selbstständig um Hals, Arme oder Schultern ihrer Besitzer, um Wärme zu speichern. Dadurch gelten sie in vielen Regionen als lebende Wärmeschals oder Reisebegleiter.
Sinneswahrnehmung Entlang des gesamten Körpers besitzen Veilooms feine Vibrationshaare zwischen den Fellschichten. Diese reagieren empfindlich auf Luftdruckänderungen, Bodenschwingungen und die Bewegung einzelner Halme. Dadurch können die Tiere selbst in dichtester Vegetation präzise Sprungwinkel berechnen und Beutebewegungen orten.