Klima: kalter vulkanischer Tiefensee
Temperatur: 2–18 °C
Niederschlag: selten; gelegentliche Nebelbildung und vulkanisch bedingte Feuchtigkeit
Landschaft: schwarzer Kratersee, magnesiumreiche Klippen, tiefe Pelliciumfelder, vulkanische Sedimentzonen, vereinzelte Podesttellerfelder
Info
Beschreibung
Der Pelliciumsee ist ein gewaltiger, vulkanischer Tiefensee auf den Scheininseln. Seine nahezu spiegelglatte, schwarze Oberfläche wirkt aus der Distanz leblos und still. Erst in großen Tiefen beginnt das eigentliche Ökosystem des Sees: Unterhalb der dunklen Wasserschichten breiten sich weite Felder aus perlmutartig schimmerndem Pellicium aus, zwischen denen korallenartige Podestteller, Tiefenflimmer-Wiesen und spezialisierte Tiefenfauna existieren.
Geologische Entstehung
Der See entstand innerhalb eines alten vulkanischen Kratersystems der Scheininseln. Neben dem zentralen Hauptsee existieren weitere kleinere Kraterseen auf den Inseln, in denen ebenfalls Pelliciumvorkommen auftreten. Die umliegende Landschaft ist von magnesiumreichem Gestein, schwarzen Vulkanablagerungen und nur spärlicher Vegetation geprägt.
Wassertemperatur und Pellicium
Trotz seines vulkanischen Ursprungs zählt der Pelliciumsee zu den kältesten bekannten Gewässern der Region. Forscher vermuten, dass die enormen Pelliciumschichten am Seegrund kontinuierlich Wärme absorbieren und speichern. Da Pellicium thermische Energie nur bei Bewegung wieder freisetzt, bleibt das Wasser selbst ungewöhnlich kalt und ruhig.
Pelliciumschichten
Der Großteil des Seegrunds ist in tieferen Regionen von zäh-elastischem Pellicium bedeckt. Diese weichen Schichten wirken wie ein langsamer, organischer Sedimentboden, der Wärme, Detritus und biologische Reste speichert. Erst weit unterhalb der lichtdurchfluteten oberen Wasserschichten beginnt die eigentliche Pelliciumzone.
Licht und Tiefenzonen
Die oberen Bereiche des Sees wirken klar, dunkel und beinahe leer. Mit zunehmender Tiefe beginnt jedoch ein schwacher perlmutblauer Schimmer sichtbar zu werden, verursacht durch reflektierende Pelliciumflächen und die biolumineszenten Samenstrukturen des Tiefenflimmers. Ganze Tiefenzonen erscheinen dadurch wie schwach glimmende Landschaften unter schwarzem Wasser.
Ökologische Struktur
Das Ökosystem des Pelliciumsees basiert auf wenigen, stark spezialisierten Arten. Podestteller schaffen stabile Hartflächen innerhalb des weichen Pelliciums. Auf diesen wachsen Tiefenflimmer-Felder, die die Grundlage des Nahrungsnetzes bilden. Crustra-Kolonien ernähren sich von deren Samen, während Pelli und Grundläufer als spezialisierte Räuber die tieferen Regionen dominieren.
Tremorereignisse
Die Tremorwurzel zählt zu den auffälligsten Pflanzen des Sees. Wird sie gestört, versetzt sie das umliegende Pellicium in großflächige Wellenbewegungen. Dadurch entstehen kurzfristige Jagdzonen, in denen Sediment, Wärme und Kleintiere aufgewühlt werden. Solche Aktivphasen zählen zu den wenigen Momenten sichtbarer Dynamik innerhalb des ansonsten stillen Tiefenbioms.
Beziehung zu den Schimmerklippen
Der Pelliciumsee liegt innerhalb derselben vulkanischen Inselregion wie die Schimmerklippen. Während die umliegenden Magnesiumlandschaften als extrem gefährlich gelten – geprägt von Nebelwürmern, spontanen Bränden, Magmalzreaktionen und vulkanischen Ausbrüchen – wirkt der See selbst beinahe ruhig. Viele Tiere nutzen seine Tiefenzonen indirekt als geschützten Rückzugsraum vor den aggressiven Umweltbedingungen der Insel.
Gefahren und Zugänglichkeit
Der See selbst gilt vergleichsweise friedlich, ist jedoch schwer erreichbar. Reisende müssen zunächst die lebensfeindlichen Vulkaninseln der Scheininseln überqueren. Die eigentlichen Gefahren des Bioms liegen weniger in aggressiver Fauna als in der extremen Tiefe, der Kälte und der Orientierungslosigkeit innerhalb der dunklen Wasserschichten.
Optische Erscheinung
Aus der Distanz wirkt der Pelliciumsee wie eine schwarze, perfekt ruhige Fläche zwischen hellen Magnesiumklippen. Erst beim Blick in die Tiefe werden schwache perlmutartige Lichtreflexe sichtbar, die aus den verborgenen Pelliciumfeldern des Seebodens aufsteigen. Besonders nachts entsteht dadurch der Eindruck, als würde unter dem dunklen Wasser ein fremdes, stilles Leuchten existieren.
Kreisläufe
Nahrung
Crustra ernähren sich von den energiereichen Samen des Tiefenflimmers und transportieren Pflanzenmaterial in ihre unterirdischen Kolonien.
Prädation
Pellis folgen den biolumineszenten Bewegungen der Crustra-Kolonien und schlecken große Gruppen der Tiere vom Seegrund.
Bewegung & Wärme
Aktive Tremorwurzeln versetzen das Pellicium in Bewegung, wodurch gespeicherte Wärme freigesetzt und das lokale Ökosystem kurzfristig aktiviert wird.
Pellicium
Fauna
Crustra
Crustra-Kolonien leben in den vulkanischen Spalten unterhalb der Pelliciumfelder und ernähren sich vorwiegend von Tiefenflimmer-Samen.
Pelli
Pellis streifen langsam durch die Tiefenzonen und folgen dem schwachen Leuchten ihrer Beutetiere entlang der Flimmerfelder.
Grundläufer
Der Grundläufer ist einer der größten spezialisierten Räuber des Sees und jagt entlang der kalten Pelliciumebenen.
Begleitpflanzen
Podestteller
Podestteller bilden stabile, korallenartige Hartflächen innerhalb der Pelliciumschichten. Sie dienen zahlreichen Arten als Ruhe-, Jagd- und Wachstumsgrundlage.
Tiefenflimmer
Der Tiefenflimmer bildet ausgedehnte, schwach leuchtende Grasfelder auf alten Podesttellern und stellt die zentrale Primärflora des Sees dar.
Tremorwurzel
Die Tremorwurzel erzeugt periodische Aktivzonen, indem sie das Pellicium großflächig in Bewegung versetzt und dadurch Wärme sowie Beutetiere freilegt.